aus dem großen Strom der Nachrichten gefischt ...

02.09.2010
Korrekt zu Ende gedacht
Düsseldorf - Ein Bild geht um die Radler-Welt: Der Wohnwagen-Hersteller Dethleffs zeigt auf der Caravanmesse 2010 stolz den Wohnwagen für Radfahrer. Mehr Luxus geht wohl nicht. Ein bequemes Bett unter dem wetterfesten Dach mit Wasserversorgung und Heizung ist die Endlösung für zeltmüde Radler. Wer des täglichen Zeltaufbaus schon lange überdrüssig ist, findet hier sein Traumheim für unterwegs.
Das im Vergleich zu seinen großen Brüdern federleichte Wohnwägelchen trieb jedem Besucher der Messe ein vergnügtes Lächeln auf's Gesicht. Da wäre mancher verwöhnte Wohnmobiltreiber gerne wieder jung und fit, um das leichte 80-kg-Gefährt einmal durch die Lüneburger Heide zu ziehen und mit den Heideschnucken anzubandeln.
So ganz aber traut der Hersteller dem Braten nicht und hängt als Zugpferd ein E-Bike an die Deichsel. Man könnte sich sogar vorstellen, dass, wie beim Pferdegespann, ein Zweispänner die Sache noch besser in Gang bringt. Vielleicht übernimmt die beste Gattin von allen den Part des zweiten Zugpferdes? Lediglich nachts könnte es anstrengend werden. Zu zweit ist die Liegefläche nur übereinander nutzbar .. (rb/mfg)

01.09.2010
Ärzte fordern Helmpflicht
(WDR) - Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat eine Fahrradhelmpflicht für Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre gefordert. Kopfverletzungen zählten zu den schwersten und häufigsten Verletzungen bei Fahrradunfällen, könnten jedoch durch einen Schutzhelm zu 80% vermieden werden.
Kommentar: Die Ärzte könnten ruhig mutiger sein: Warum fordern sie nicht die Helmpflicht für ALLE Radfahrer, wenn der Helm so nützlich ist? Leider haben zur Zeit weder die eingeschränkte, noch die generelle Helmpflicht für Radfahrer politisch eine Chance. Eigentlich schade, denn dann könnten wir auch gleich das Thema "Helmpflicht für Autofahrer" ansprechen.
Denn auch viele Autofahrer kommen durch Kopfverletzungen zu Tode und hätten mit einem Helm bessere Chancen gehabt. Automobilsportler wissen das und tragen im Training und Rennen IMMER einen Helm. Das führt leider dazu, dass man die Sportler gar nicht mehr kennt. Oder wissen Sie, wie Mark Webber (Foto), immerhin WM-Zweiter, aussieht? (rb/MF)

27.08.2010
Neongelbe Schilder als Warnung
(T-Online) - Falschfahrer auf der Autobahn verursachen mit die schwersten Verkehrsunfälle. Mit neuen Warnschildern will das Bundesland Bayern nun "Geisterfahrten" auf Autobahnen verhindern. Die Tafeln mit dem Schriftzug "Stopp, falsch" und einer schwarzen Hand auf grellgelbem Hintergrund sollen an Autobahnauffahrten angebracht werden und vor der Benutzung der falschen Spur warnen. Zunächst sollen die Schilder laut "Passauer Neue Presse" an der Grenze zu Österreich getestet werden. Dieses Warnschild soll helfen, Geisterfahrten zu verhindern.
Kommentar: Kölner Radfahrer können da nur staunen. Hatten wir doch vorgeschlagen, auf der Mülheimer Brücke in Fahrtrichtung Innenstadt ebensolche Warnschilder aufzuhängen. Dort kommen einem täglich hundert Falschfahrer entgegen. Wir erinnern uns auch an die wohlüberlegte Ablehnung der Stadt Köln:
Wenn man solche Schilder anbrächte, akzeptierte man genau den Falschverkehr als gegeben, den es von Rechts wegen nicht geben dürfte. Also gab es keine Schilder. Autofahrer dagegen schippern im Gegensatz zu Radlern ständig an der Überforderungsgrenze herum. Für sie wird es wohl im Rahmen des Bund-Länder-Programms "Betreutes Fahren" bald überall die Geisterfahrerschilder geben. Fetzig sind sie ja .. (rb/mfg)