aus dem großen Strom der Nachrichten gefischt ...

07.08.2010
Großer Preis von Mülheim 2010
Mülheim - Liebe Leser, und besonders die Fahrradsport-Fans unter Ihnen, zuerst die gute Nachricht: Es wird auch in diesem Jahr einen "Großen Preis von Mülheim" geben. Das Amateur-Radrennen findet seit Jahren in Mülheim statt. Morgen, Sonntag, den 08.08.10 ist es wieder so weit.
Da der bislang veranstaltende Radsportverein, die Liga Köln e.V., im vergangenen Jahr viel mit sich selbst zu tun hatte, tritt jetzt der Stadtbezirkssportverband 9 als Organisator auf. Vielleicht gelingt es den Veranstaltern dieses Jahr, der Veranstaltung mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Man wünscht sich z.B. einen Streckensprecher, der den Rennverlauf für die Zuschauer transparent macht und interessant "rüberbringt". Man kann ja nicht die ganze Strecke im Blick halten. Wenn die Fahrer im Pulk vorbeisausen, hat man schnell den Überblick verloren. Wir wünschen der Veranstaltung viel Erfolg und den Fahrern besseres Wetter als letztes Jahr! Foto Tim Klessa, Sieger 2009 im Regenrennen. (Foto von Aichberger) (rb/MF)

05.08.2010
Fahrradmarkt und Fahrradschrott
(rb/mfg) - Der momentane Stellenwert des Fahrrades in der Gesellschaft lässt sich schön an zwei Meldungen ablesen, die heute im Kölner Stadt-Anzeiger stehen. In dem einen Artikel geht es um Schrottfahrräder, in dem anderen um die beliebten Gebraucht-Fahrrad-Märkte:
"Charlotte hat sich ein Rad gekauft. 90 Euro hat es gekostet und obwohl sie eigentlich ein Damenrad haben wollte, hat sie sich für ein sportliches Herrenrad entschieden." Der Marktveranstalter rät den Käufern, das neue Gefährt nicht nach der Farbe, sondern nach der passenden Größe auszusuchen. Für viele Käufer sei aber nur der Preis ausschlaggebend. Der Fachmann warnt: "Wat nix koss, dat es och nix." (KStA)
Verbindungen von Mensch und Fahrrad, die so lieb- und ahnungslos zustande kommen, enden auch genau so: "Die Mitarbeiter des Bezirksordnungsdienstes Lindenthal haben allein auf der Dürener Straße mehr als 50 ramponierte, nicht nutzbare und stehengelassene Schrott-Fahrräder mit einem gelben Aufkleber markiert." (KStA) (Foto KH Raach, Schrottrad, romantische Version)

30.07.2010
Critical Mass in Köln
Critical Mass - Kritische Masse - ist eine international verwendete Aktionsform, bei der sich mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen und unhierarchischen Protestfahrten durch Innenstädte mit ihrer bloßen Menge und ihrem konzentrierten Auftreten auf ihre Belange und Rechte gegenüber dem motorisierten Individualverkehr aufmerksam zu machen.
Jetzt in Köln: Freitag, 30.07.2010,17.30 Uhr, Treffpunkt Aachener Weiher, zentraler Hügel, bunter Fahrradreifen im Baum. Erzählt es weiter und weist auf die Regeln hin: Die Gruppe fährt auf der Fahrbahn auf einer Spur und hält sich an die StVO, besonders §27 (geschlossener Verband). Wenn die ersten Fahrzeuge eines Verbandes in eine Kreuzung (Einmündung) eingefahren sind, müssen die restlichen Fahrzeuge folgen, auch wenn die Ampel zwischendurch auf "Rot" umspringt.
Die Gruppe bleibt kompakt und beisammen, um durch den motorisierten Verkehr nicht zerrissen zu werden. Alles bleibt friedlich und lässt sich durch andere Verkehrsteilnehmer nicht provozieren. Der Verkehr wird nicht absichtlich gestört. Es geht darum, sich als unmotorisierter Verkehrsteilnehmer ein Stück öffentlichen Lebensraumes, die Straße, zumindest zeitweilig zurückzuerobern.
Das Motto lautet: Wir behindern nicht den Verkehr, sondern wir sind Verkehr! Es gibt keinen Organisator oder Anführer. Die Geschwindigkeit bleibt moderat (ca.15 km/h). Jeder, der mitfährt, ist für sich selbst verantwortlich. Er sollte insbesondere ein verkehrssicheres Fahrzeug führen (intakte Beleuchtungsanlage, Bremsen, etc.). Lesen Sie, was bisher geschah. Die nächsten Termine: 27. August, 24. September, 29. Oktober, 26. November und 31. Dezember. (rb/mfg)