
Interessantes und Kurioses rund um's Fahrrad
aus dem großen Strom der Nachrichten gefischt ...
Halt am Grünen Pfeil vorgeschrieben
(Nordkurier.de) Mehrere Radfahrer haben sich im Pasewalker Landratsamt über eine Verkehrsgefährdung durch Autofahrer in Zusammenhang mit dem Grünen Pfeil an Kreuzungen beschwert. Das teilte die Pressestelle des Landratsamtes mit. Demnach wollten Radler, die auf dem straßenbegleitenden Radweg von Hoppenwalde nach Ueckermünde unterwegs waren, an der Ampelkreuzung Berndshofer Landstraße die Fahrbahn überqueren und den Radweg entlang der Berndshofer Landstraße weiter fahren. „Dort ist es laut Aussage der betroffenen Radfahrern wiederholt vorgekommen, dass Autofahrer aus Richtung Hoppenwalde, die rechts in die Berndshofer Landstraße abbogen, trotz roter Ampel nicht angehalten haben, sagte Burkhard Guderjan vom Fachdienst Straßenverkehr.
Er verwies in diesem Zusammenhang auf Paragraph 37, Abs. 1 Nr. 1 StVO, der vorschreibt, dass der Kraftfahrzeugführer am Grünen Pfeil bei Rot halten muss und erst rechts abbiegen darf, wenn eine Behinderung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer der freigegebenen Verkehrsrichtung ausgeschlossen ist. Das Missachten des grünen Pfeils ist eine Ordnungswidrigkeit und stellt einen Rotlichtverstoß dar. Der wird laut der Bußgeldkatalogverordnung mit mindestens 50 Euro und drei Punkten beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg geahndet. "An der Höhe der Geldbuße und den Punktezahl ist ersichtlich, dass es sich nicht um ein Kavaliersdelikt handelt. Bereits bei geringen Geschwindigkeiten kann der Zusammenstoß mit einem Auto einen Radfahrer schwer verletzten", sagte Burkhard Guderjan.
Die mfg meint: Schön, dass man es nochmal Schwarz auf Weiss lesen kann: Der Autofahrer darf erst abbiegen, wenn eine Gefährdung anderer ausgeschlossen ist. In Köln ist man überwiegend der Meinung, dass der Radler im Zweifelsfall auf die Vorfahrt verzichten soll. Das klingt nur vernünftig, ist es aber nicht. Es ist immer der Schwächere, der vor dem Stärkeren geschützt werden muss, und nicht umgekehrt. Wenn also Verkehrsteilnehmer zu diesem Punkt belehrt werden, muss immer die Sorgfaltspflicht der Autofahrer ZUERST genannt werden. Die mfg hat einen Schriftwechsel mit verschiedenen Institutionen zum Thema geführt, lesen Sie selbst über den "Toten Winkel" in unseren Projekten.
Tips gegen Fahrradklau
(ADFC) Wer sein Rad an Langfinger verloren hat, kennt die unangenehmen Gefühle: Erst Wut, dann Ärger und schließlich jede Menge Rennerei. Viele Radler trauen sich nur mit Schrotträdern auf die Straße, sagt Horst Hahn-Klöckner. Drastische Worte. Doch ein Blick auf die Diebstahlstatistik beweist: Der ADFC-Geschäftsführer trifft den Nerv der Zeit. Jedes Jahr kommen fast eine halbe Million Räder weg. Geklaut, verscheuert oder einfach in den Straßengraben geschleudert. Da lässt so mancher sein hochwertiges Rad lieber sicher angekettet im heimischen Keller. Denn Fakt ist: Das Gefahrenpotential ist und bleibt gewaltig. Vielerorts werde Fahrraddiebstahl als Bagatelldelikt abgetan, kritisiert Hahn-Klöckner. In vielen Städten fehlen sichere Abstellmöglichkeiten. Die Polizei nimmt die Straftat unterschiedlich ernst, da ist vor allem Hilfe zur Selbsthilfe angesagt: Mit guten Schlössern, Parkplätzen und Versicherungen zeigt man Fahrrad-Dieben schon vorab die rote Karte.
Die mfg meint: Wer täglich mit dem Rad fährt, kennt den Unterschied zwischen einem klappernden Schrottrad und einem gepflegten Qualitätsfahrrad sehr genau. Für uns gehört ein gutes Fahrrad zur Lebensqualität. Draufsitzen und wohl fühlen, antreten und leicht vorwärts kommen, laufen lassen und die Fahrt geniessen, absteigen und gerne noch mal hinschauen. Das möchten wir uns von den Fahrraddieben nicht nehmen lassen. Also ist eine bessere Strategie nötig, als sich zu verstecken und mit einem Schrottrad abzuquälen:
Wir fordern mehr sichere Fahrrad-Abstellmöglichkeiten und mehr Aufmerksamkeit und Pflege, was Fahrradleichen dort angeht. Aber auch der einzelne Radler kann viel tun, an erster Stelle auf keinen Fall am Schloss sparen! Mehr Tips zum Thema finden Sie auf den Seiten des ADFC.
Bremsassistent erfasst keine Zweiradfahrer
(Autopresse.de) - Nach der missglückten TV-
Allerdings werden Motorräder und Fahrradfahrer wegen ihrer schmalen Silhouette von dem System nicht erfasst, räumen die Tester ein. Gerade Zweiradfahrer kommen im Straßenverkehr jedoch besonders häufig deshalb zu Tode, weil sie von Autofahrern übersehen werden. Im Jahr 2005 hat das Statistische Bundesamt im Vergleich zum Vorjahr eine gestiegene Zahl an im Straßenverkehr getöteten Rad fahrenden Kindern festgestellt. Auch sich quer zur Fahrbahn bewegende Objekte, wie etwa beim Wildwechsel, werden nicht oder nicht sofort berücksichtigt.
Der Appell der ADAC-